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ÖH Wahlen #Electioncheck

22.5.2019

Welche Kandidatinnen und Kandidaten setzen sich für Tierwohl an deiner Hochschule ein?

Die Vertreterinnen und Vertreter der Österreichischen Hochschüler- und Hochschülerinnenschaft (ÖH) können sich maßgeblich für Veränderungen an den Unis und FHs einsetzen. Von 27.-29.Mai werden die Bundes-, Universitäts- und Studienvertretung der ÖH neu gewählt. Wir haben nachgefragt, was die Kandidatinnen und Kandidaten eigentlich zum Thema Tierwohl an ihren Unis und FHs sagen! Dazu haben wir ihnen einen Forderungskatalog mit folgenden Themen geschickt:

Mehr Tierwohl

Die ÖH Vertreterinnen und Vertreter konnten versprechen sich bei der Bestellung von Caterings für genaue Anforderungen in Bezug auf pflanzliche Alternativen und tierische Produkte einzusetzen. Sie setzen sich auch dafür ein, dass auf Herkunft und Haltungsform der tierischen Produkte Acht gegeben wird und vermehrt Fleisch, Eier und Milchprodukte aus Bio-Qualität oder Tierhaltung mit gleichwertigen/besseren Standards verwendet werden.

Mehr Transparenz

Das bedeutet, Einsatz für genaue Richtlinien der Hochschule für die angebotenen Speisen, ersichtliche Kennzeichnung der Haltungsform und Herkunft von den tierischen Produkten sowie eine klare Kennzeichnung von vegetarischem und veganem Essen.

Mehr Veggie und Vegan

Sie setzen sich für einen Anteil an hochwertigen vegetarisch/veganen Alternativen ein, der stetig erhöht wird, und dafür, dass der Anteil an pflanzlichen Beilagen erhöht, dabei auf kleinere und qualitativ hochwertigere Fleischportionen geachtet werden. So kann auch der Preis niedrig gehalten werden.

Folgende Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für die Bundesvertretung haben unseren Pledge NICHT unterschrieben und dafür folgendes Statement abgegeben:

AG – AktionsGemeinschaft:

Die AktionsGemeinschaft gab an sicht für mehr regionale und biologische Produkte an den Mensen einzusetzen. Ein Teil des VIER PFOTEN Forderungskatalogs findet sich auch in ihrem Programm wieder. Eine 100-prozentige Übereinstimmung ist jedoch nicht gegeben, somit wurde die Unterstützungserklärung nicht unterschrieben. Spitzenkandidat Dominik Ramusch versprach weiterhin für mehr regionale Produkte an den Mensen zu  kämpfen, weil er davon überzeugt ist, dass die Studierenden nur die beste Qualität in ihrem Essen verdient haben.

 

KSV-KJÖ – Kommunistischer StudentInnenverband:

Auch dem KSV-KJÖ liegt Tierschutz am Herzen, jedoch können sie den VIER PFOTEN Forderungskatalog nicht unterschreiben, da er nicht zu ihren Vorstellungen passt. Sie legen den Fokus auf günstige Mensapreise und befürchten eine Preiserhöhung durch Bio-Qualität. Die Kosten für bessere Qualität dürften nicht auf die Studierenden abgewälzt werden. Zudem glauben sie nicht, dass man mit Konsumverhalten etwas verändern könnte, da der Kapitalismus in seiner Funktionsweise nicht zu ändern sei. Sie setzen sich für einen Systemwechsel ein, der frei von Ausbeutung von Mensch und Tier sein soll.