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Milchkühe (c) VIER PFOTEN

Dauerschwanger? FML

19.2.2019

Die Milchkuh als Hochleistungsmaschine: Fast immer schwanger und getrennt von den Kälbern leidet sie in der konventionellen Landwirtschaft.

Kühe sind sehr soziale Tiere. Sie bilden enge Freundschaften miteinander und machen praktisch alles zusammen in der Herde. In der konventionellen Landwirtschaft ist das kaum möglich.

Kühe und ihr Kindheitstrauma

Sofort nach der Geburt werden die Kälbchen von den Müttern getrennt, erfahren nie ihre Fürsorge und trinken nie auf natürliche Weise an einem Euter. Die ersten Wochen ihres Lebens verbringen sie in winzigen Einzelboxen in Sichtweite von Gleichaltrigen, jedoch ohne direkten Kontakt zu ihren Artgenossen. Innerhalb der ersten Woche wird ihnen ein Brennstab an den Kopf gehalten, um zu verhindern, dass sich ihre Hörner ausbilden. Glücklicherweise ist das Ausbrennen der Hörner in Österreich nur unter Betäubung und mit folgender Schmerzbehandlung erlaubt. Erschreckenderweise ist das die Ausnahme in Europa.  Zudem wären die Hörner in der Kommunikation bei Kühen essentiell.

Fließband-Mütter mit Hochleistung

Milchkühe müssen wie am Fließband Kälber gebären, um durchgehend Milch zu geben. Sie werden auf besonders hohe Milchleistung gezüchtet, so dass ihre unnatürlich großen Euter anfällig für schmerzhafte Entzündungen sind und sie enorm beim Gehen behindern. Im Rahmen von Ausnahmeregelungen ist es sogar erlaubt, Milchkühe ganzjährig anzubinden, weshalb sich die meisten Milchkühe ohnehin kaum bewegen oder ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen können. Eigentlich wäre Rindern in Österreich an mindestens 90 Tagen im Jahr Auslauf oder Weidegang zu gewähren.

Milchkühe werden auf Hochleistung gezüchtet.

3 Kälber in 5 Jahren

Nach durchschnittlich 3 Kälbern und 5-6 Jahren lässt die Fruchtbarkeit und Milchleistung nach und die Kuh wird geschlachtet. Die Lebenserwartung von Rindern beträgt unter natürlichen Umständen durchschnittlich 20 Jahre.